WELTERBE: Festung Hwaseong – eine prächtige Wehranlage mit schmerzvoller Geschichte

WORLD HERITAGE: Hwaseong Fortress - a splendid battlement with a sorrowful history

Eine prachtvolle Festung wurde am Ende des 18. Jahrhunderts von einem Kaiser errichtet, um die sterblichen Überreste seines geliebten Vaters zu beherbergen.

<Banghwa-Suryu-Pavillon und Hwahong-Tor>

Als Kaiser Jeongjo der Joseon-Dynastie (1392–1910) am Ende des 18. Jahrhunderts das Grab seines Vaters in die Stadt Suwon verlegte, umgab er es mit starken Verteidigungsanlagen, die von einem einflussreichen Militärarchitekten jener Zeit entworfen wurden. Er ließ massive Mauern errichten, die sich über fast 6 km erstreckten, dazu Bastionen und Artillerietürme – alles, um die sterblichen Überreste seines Vaters zu schützen und zu ehren.

<Nordost-Pavillon>
Die Festung Hwaseong ist ein herausragendes Beispiel frühneuzeitlicher Militärarchitektur. Sie umschließt das geschäftige Stadtzentrum der heutigen Stadt Suwon (Hauptstadt der Provinz Gyeonggi, etwa 30 km südlich von Seoul) und verkörpert Jeongjos Hingabe an seinen Vater sowie seine Ideale eines modernen Verwaltungs- und Handelszentrums mit wehrhafter Verteidigung.


<Hwaseomun-Tor und nordwestliche Kasematte>

Die Festung Hwaseong ist von beeindruckender Größe. Sie erstreckt sich über eine äußerst abwechslungsreiche Landschaft – von hohen Bergrücken mit Blick auf ein dichtes Stadtzentrum über einen Park in der Ebene bis hin zu einem lebhaften Marktplatz, der von einem dicht besiedelten Viertel umgeben ist. Die Festung unterscheidet sich bemerkenswert von den meisten anderen alten Stadtmauern und militärischen Befestigungsanlagen, die im ganzen Land verstreut sind. Sie ist nicht nur wegen ihrer vielfältigen Funktionen bemerkenswert, sondern auch wegen der visuellen Eigenständigkeit und der technischen Innovation, die in ihre Planung und Errichtung eingeflossen sind.

<Osttor>

Besuchern ist es gestattet, entlang der Festung zu spazieren; dabei kann man sich die Hoffnungen und Ambitionen des Kaisers vorstellen, der diese prachtvolle Befestigungsanlage errichten ließ, um eine starke Stadt zu schaffen und die Bewohner seiner Stadt vor Eindringlingen zu schützen und ihnen Zuflucht zu bieten. Wer einen Sinn für historische Romantik hat, dem verleiht seine tragische Kindheitserfahrung und seine edle Zuneigung zu seinen Eltern dem Rundgang entlang der Festung eine wehmütige Färbung – geprägt von Zinnen und Schießscharten und hervorgehoben durch hohe Wachtürme und geheime Tore, die hinab in dunkle Labyrinthe führen.

<Leuchtturm>

<Nordwestlicher Aussichtsturm und Tor>

<Südtor>

<Hwahongmun-Tor>

<Kommandoposten>

<Nordöstlicher Aussichtsturm>

<Nordost-Pavillon>

<Zweiter östlicher Wachposten>

<Leuchtturm>

* Fotos mit freundlicher Genehmigung der Stadt Suwon und der Korea Tourism Organization.