WELTERBE: Jongmyo-Schrein – ein eindrucksvolles Monument zum Gedenken an Koreas verstorbene Könige

WORLD HERITAGE: Jongmyo Shrine - a magnificent monument to memorialize Korea's deceased kings

Der im 16. Jahrhundert errichtete Jongmyo-Schrein ist ein herausragendes Beispiel konfuzianischer Architektur. Zugleich großartig und minimalistisch, strahlt er die Würde und Majestät der verstorbenen Könige Koreas aus, denen er gewidmet ist.

<Steinhof Woldae>

Jongmyo ist der älteste konfuzianische königliche Schrein Koreas und bis heute in großartigem Zustand erhalten. Der den Vorfahren der Joseon-Dynastie (1392–1910) gewidmete Schrein wurde im 16. Jahrhundert errichtet und beherbergt Tafeln mit den Lehren von Mitgliedern der einstigen königlichen Familie. Rituelle Zeremonien, die Musik, Gesang und Tanz verbinden, finden dort bis heute statt und führen eine Tradition fort, die rund 500 Jahre zurückreicht.

<Panorama des Jongmyo-Schreins>

In der koreanischen Kultur – wie in vielen Kulturen Asiens – gelten traditionelle Riten auch in der modernen Gesellschaft als äußerst wichtig, um die grundlegende soziale Ordnung zu bewahren und aufrechtzuerhalten. In Korea gibt es eine Reihe bedeutender Rituale; die wichtigsten darunter sind die Jongmyo- und die Sajik-Riten.

<Vier Verbeugungen beim königlichen Ahnenritus>

Jongmyo bezeichnet einen Ort, an dem Gedenkzeremonien für verstorbene Könige abgehalten werden, während Sajik einen Ort bezeichnet, an dem Opferhandlungen für die Götter der Erde und der Feldfrüchte stattfinden. Diese symbolischen Rituale sichern die gesellschaftliche Ordnung und eine erfolgreiche Herrschaft über das Land.

<Vier Verbeugungen beim königlichen Ahnenritus>

<Musik des königlichen Ahnenritus>

Aufgrund der Bedeutung dieser Rituale zeichnen sich die Schreine Jongmyo und Sajik, in denen sie vollzogen werden, durch klassische architektonische Anmut, Detailfülle und Schönheit aus. Obwohl solche Anlagen in Korea bereits in der Zeit der Drei Reiche (57 v. Chr.–668 n. Chr.) existierten, stammen die heute in Seoul erhaltenen Bauten aus der Joseon-Dynastie (1392–1910).

<Chuiwe – Aufstellung vor dem königlichen Ahnenritus>

<Erste Weindarbietung beim königlichen Ahnenritus>

Jeongjeon, die Haupthalle, besteht aus 19 identischen Räumen, die alle minimalistisch und ohne Verzierungen gestaltet sind. Als Ganzes jedoch beeindruckt das Gebäude durch seine Erhabenheit: 20 mächtige Rundsäulen vermitteln eindrucksvoll die Würde und Majestät des Königtums. Vor Jeongjeon liegt ein bemerkenswerter erhöhter Steinhof namens Woldae, der bei Zeremonien von Musikern, Tänzern und weiteren Teilnehmern genutzt wird. Woldae ergänzt die Architektur der Haupthalle auf wunderbare Weise; die großen Steinblöcke, aus denen der Hof besteht, schaffen eine eindrucksvolle und feierliche Atmosphäre, während sie still vor Jeongjeon ruhen.

<Heilige Halle>

<Säulen in der Haupthalle Jeongjeon>

<Jongmyo-Schrein im Herbst>

<Jongmyo-Schrein im Winter>

<Steinmauer rund um den Jongmyo-Schrein>

<Regenschleier: Feierliche Erhabenheit an der Jeongjeon-Halle des Jongmyo-Schreins>

<Zeitlose Stille: Ein Regentag am Jongmyo-Schrein>

* Fotos mit freundlicher Genehmigung der Korea Tourism Organization und der Cultural Heritage Administration of Korea.